Dispokredit oder Ratenkredit
Für die Finanzierung von Anschaffungen bietet sich von der Bank zum einen der Dispokredit und zum anderen der Ratenkredit an. Beide Finanzierungsvarianten bieten Verbrauchern Vorteile.
Für kleinere Anschaffungen reicht der Dispokredit
Da ein Dispokredit meistens in Höhe von ein oder zwei Monatsgehältern auf dem Girokonto eingeräumt wird, können damit meistens nur kleinere Produkte gekauft und finanziert werden, beispielsweise ein TV-Gerät, ein Notebook oder neue Möbel. Bei der "Rückzahlung" sind Kunden flexibler mit einem Ratenkredit, da es von der Bank keine Vorgaben gibt. Besteht beispielsweise die Aussicht auf Zahlung von Weihnachtsgeld oder einer Sonderprämie, kann die Zeit bis zum Zahlungstermin über den Dispokredit überbrückt werden. Nach der Tilgung des in Anspruch genommenen Dispokredites fallen keine Zinsen mehr an. Wird ein Dispo über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten beansprucht, kann die Gesamtzinssumme gegenüber dem Ratenkredit geringer ausfallen. Bei einigen Banken liegen die Zinsen für einen Dispokredit in der gleichen Höhe wie die Zinsen für Ratenkredite.
Autokauf mit einem überschaubaren Ratenkredit
Größere Anschaffungen von Privatpersonen, beispielsweise ein Auto oder eine Küche, lassen sich eher mit einem Ratenkredit finanzieren. Erstens reicht die Höhe des Dispos meistens nicht dafür aus und zweitens kann die monatliche Rückzahlung des Kredites durch eine längere Laufzeit mit geringeren Kreditraten eher aus dem Gehalt bezahlt werden. Ratenkredite bieten den Kunden eine klare Kalkulationsgrundlage für die Dauer der Kreditlaufzeit. Die Zinsen sind außerdem fest vereinbart und können sich nicht ändern, wie die variablen Zinsen eines Dispokredites.
Kurz zusammengefasst:
- Dispokredit für kleine Anschaffungen geeignet
- Dispokredit als Überbrückung vor Sonderzahlungen
- Kunden können bei Dispokredit Rückzahlung selbst flexibel gestalten
- größere Anschaffungen eher über einen Ratenkredit
- fester Zinssatz und überschaubare Monatsraten